Veilchen fehlt gegen Würzburg die Qualität

Janis Jünemann bekam ein Sonderlob von BG-Headcoach Mikko Riipinen. Bild: Swen Pförtner

5. April 2025 – Die BG Göttingen bleibt in einer schwierigen Situation. Die Mannschaft von BG-Headcoach Mikko Riipinen verlor am Samstagabend gegen die FIT/One Würzburg Baskets 80:97 (31:55). Die Partie wurde präsentiert von den Freiwilligendiensten im Sport. Vor 2.093 Zuschauern in der Göttinger Sparkassen-Arena spielten die südniedersächsischen Gastgeber in der ersten Halbzeit nur phasenweise mit den starken Franken auf Augenhöhe und waren vor allem beim Rebound deutlich unterlegen. In der zweiten Hälfte verbesserte sich die BG in der Verteidigung und hielt mit den Gästen mit – ihren Vorsprung verwalteten die Baskets aber souverän. Bester BG-Werfer war Tra Holder mit 16 Punkten. Für Würzburg traf Davion Mintz am häufigsten (21 Zähler). Das komplette Spiel und die Highlights gibt es hier auf Abruf bei Dyn.

Die Veilchen starteten mit viel Kampfgeist ins Duell mit den qualitativ deutlich überlegenen Würzburgern. Janis Jünemann – der für den abgewanderten Demajeo Wiggins in die Start-Aufstellung gerückt war – erzielte die ersten sechs BG-Zähler (6:9/4.). Danach verpassten es die Hausherren zweimal den Schnellangriff der Würzburger zu stoppen, sodass Riipinen seine erste Auszeit nahm (6:14/5.). Im Anschluss lief es wieder deutlich besser für seine Mannschaft, die sich auf 13:15 heranarbeitete und sogar die Chance zum Ausgleich hatte, diese aber vergab (6.). Die Göttinger schalteten dann mehrfach nicht schnell genug von Angriff auf Verteidigung um, was die fränkischen Gäste mit schnellen Punkten aus Fastbreaks bestraften. So wuchs der Rückstand bis zum Viertelende auf 18:30 an.

Im zweiten Abschnitt ließen die Göttinger die Intensität aus den Anfangsminuten vermissen und die Baskets fast ohne Gegenwehr auf 23:40 davonziehen (13.). Riipinens nächste Auszeit rüttelte die Veilchen etwas wach – sie taten sich in der Offensive aber weiterhin schwer. So schwand auch das Selbstbewusstsein. Würzburg agierte wacher und bauten seinen Vorsprung weiter aus (24:48/16.). BG-Kapitän Mathis Mönninghoff stemmte sich dagegen und zwang Baskets-Headcoach Sasa Filipovski durch seinen Dreier zu einer Auszeit (29:52/17.). Auch danach stimmte der Göttinger Einsatz, doch die Würzburger blieben überlegen und gingen mit einem hohen Vorsprung in die Kabine (31:55).

Nach dem Seitenwechsel agierten die Veilchen besser in der Verteidigung, ließen in den ersten drei Minuten des Abschnitts nur zwei gegnerische Punkte zu und kämpften sich etwas heran (36:57/24.). Aber kurze unaufmerksame Phasen sorgten dafür, dass die Würzburger ihren Vorsprung wieder ausbauten (41:68/27.). Doch Hausherren gaben sich nicht kampflos geschlagen, gestalteten das Viertel ausgeglichen, sodass der Rückstand gleichblieb (51:75).

Im letzten Abschnitt spielten die Gastgeber weiter mit Intensität. Jimmy Boeheim verkürzte nach einem starken Schnellangriff auf 61:80 und zwang Filipovski zu einer weiteren Auszeit (34.). Doch die BG blieb wacher – Holder traf zum 64:82 (35.). Würzburg fing sich aber wieder – Jünemann beging sein fünftes Foul und wurde mit stehenden Ovationen auf seinem Weg zur Bank gefeiert. Eine strittige Szene gab es drei Minuten vor dem Ende: Die Schiedsrichter verhängten das fünfte persönliche Foul gegen Mönninghoff, der vorher aber von Jackson weggestoßen wurde. Im Instant Replay sahen die Unparteiischen kein Vergehen, sodass der US-Guard zwei Freiwürfe zum 68:92 verwandelte (38.). Die Gäste schalteten nun einen Gang zurück, was die Göttinger nutzten, um angeführt von Kostja Mushidi noch einmal bis auf 15 Punkte heranzukommen (80:95).

Mikko Riipinen (Headcoach BG Göttingen): „Wir haben momentan nicht die Qualität, um in so einem Spiel mitzuhalten. Wir hatten in vielen Aspekten Schwierigkeiten; bei den Freiwürfen und in der Transition. Wir haben eine paar taktische Dinge ausprobiert, um Zac Seljaas und Jhivvan Jackson zu limitieren. Das hat gut funktioniert, und ich bin stolz darauf, dass meine Spieler dies umgesetzt haben. Aber Würzburg hat dann andere Spieler, die einspringen. Ich bin sehr stolz auf Janis Jünemann und darauf, wie das Team und die Fans ihn unterstützen. Er hat eine leuchtende Zukunft, und wir investieren viel Zeit, um ihm die richtige Umgebung zu bieten, um sich zu entwickeln. Er hat heute alles gegeben, was man von ihm erwarten kann.“

Sasa Filipovski (Headcoach FIT/One Würzburg Baskets): „Ich bin sehr zufrieden mit unserem Ansatz. Es war keine leichte Aufgabe, denn Göttingen muss jedes Spiel gewinnen. In so einer Situation ist es gefährlich, dass die Spieler zu sehr relaxen. Aber wir haben mit Respekt, guter Einstellung und professionell gespielt. Das war das Wichtigste. Danke an unsere Fans, die uns hier unterstützt haben. Ich hatte heute ein bisschen Zeit, durch Göttingen zu gehen. Es ist eine wirklich sehr schöne Stadt, die einen Erstligisten verdient hat. Ich bin ein Fan von dieser Halle und hoffe, dass Göttingen eine gute Zukunft haben wird.“

BG Göttingen – FIT/One Würzburg Baskets 80:97 (31:55)
Die Viertel im Überblick: 18:30, 13:25, 20:20, 29:22
Zuschauer: 2.093
BG Göttingen: Boeheim (13 Punkte/1 Dreier), Hammond, Holder (16, 7 Assists), Schultz, Haase (n.e.), Ohams (5), Nguyen, Mönninghoff (8/2), Jünemann (11, 6 Rebounds), Shaver Jr. (7/1), Mushidi (14/4), Welp (6).
FIT/One Würzburg Baskets: Lewis II (18 Punkte/2 Dreier), Seljaas (7/1), Kone (1), Klassen (3), Ugrai, Steinbach (17/1, 6 Rebounds), Skladanowski, Bleck (4, 6 Rebounds), Mintz (21/1), Wank (2), Dawkins (20/2), Jackson (4, 6 Assists).

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